Erfolgreiche antifaschistische Aktion gegen Die Rechte in Duisburg

Am Samstag, den 19. Juni, versuchte die neonazistische Kleinstpartei „Die Rechte“ mit einem Infostand mitten in der Duisburger Innenstadt für die anstehende Bundestagswahl zu werben. Eine Handvoll Parteikader der Rechtsextremen und einzelne Hooligans aus ihrem Umfeld wurden bereits beim Aufbau des Infostandes gesichtet. Es dauerte daher nicht lange, bis sich antifaschistischer Gegenprotest formierte.

Nach kurzer verbaler Auseinandersetzung zeigten die AntifaschstInnen schnell, dass sie es ernst meinen. Zur Überraschung der umstehenden PassantInnen und scheinbar auch der Neonazis flogen kurzerhand die Infotische samt rassistischer Propaganda über den König-Heinrich-Platz. Die Reaktion der Nazis auf das konsequente und militante Auftreten der AntifaschistInnen war nicht etwa das offensive Verteidigen ihres Materials, sondern der Rückzug mit Griff zum Handy um die Polizei zu rufen.

Während die Neonazis auf ihren Flyern zum „Volksaufstand“ aufrufen, sind sie in dieser Situation nicht mal in der Lage einen eigenen Infostand zu verteidigen. Immer weiter in die Defensive gedrängt warteten die Rechten sichtlich nervös auf das Eintreffen der gerufenen Beamten. Dass wir uns als AntifaschistInnen im Gegensatz zu den Nazis nicht auf die Polizei verlassen können wurde auch an diesem Tag deutlich. Denn als einer der Nazis einen Schlagring zog nahmen die nun anwensenden Polizisten diesen zwar weg, weitere Konsequenzen hatte dieser Vorfall jedoch mal wieder nicht.

Den eingeschüchterten Nazis standen nun etwa 100 AntifaschistInnen gegenüber. Darüberhinaus schlossen sich spontan zahlreiche PassantInnen dem antifaschistischen Protest an. Der immer größer werdende Gegenprotest machte lautstark mit „Nazis raus!“-Rufen auf sich aufmerksam und formierte sich auch nach außen sichtbar mit vielen Transparenten.

Am Rande des erfolgreichen Protestes konnten wir viele Flyer verteilen und haben von vielen DuisburgerInnen Lob für das konsequente Auftreten gegen die Rechten erhalten. In Begleitung der gerufenen Polizei zogen die Neonazis letzlich ab und ließen ihre kaputten Tische und zerrissenen Flyer auf dem König-Heinrich-Platz zurück. Somit war es den Nazis auch nicht möglich ihren Infostand noch woanders aufzubauen.

Der spontane und entschlossene antifaschistische Protest war ein voller Erfolg. Er ist das Resultat ernsthafter Planung und Organisation, sowie dem zielgerichteten Aufstellen für genau diese Situationen. Mit Blick auf die Bundestagswahl waren Auftritte der Rechten abzusehen. Wir dürfen uns jetzt nicht ausruhen, sondern müssen in den nächsten Wochen weiter aufmerksam bleiben und können sowohl auf dem Erfolg, als auch auf dem Rückhalt der DuisburgerInnen aufbauen.

Das solidarische Verhalten während und nach der erfolgreichen und militanten Intervention gegen den Infostand der Nazis verhinderte Repression.

Organisation und Vernetzung bilden die Grundlage für schnellen Protest, die Kampagne „antifascist action – Gegen rechte Krisenlösungen“ bietet das Handwerkszeug.
Werdet aktiv gegen Rechts! Kommt zum OAT, kommt zu unseren Aktionen, bringt euch ein und lasst uns gemeinsam die antifaschistische Aktion aufbauen!

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