25.05. Gemeinsame Anreise nach Essen: Demo gegen Rassismus und Polizeigewalt

++ Treffpunkt Duisburg Hbf Haupteingang/Vorplatz 17 Uhr ++

Am Dienstag, den 25.05. gibt es bundesweit viele Aktionen zum Jahrestag der Ermordung George Floyds. Im letzten Jahr gab es nach dem 25. Mai in vielen Städten weltweit große Demonstrationen und militante Aktionen gegen die Polizei. Geändert hat sich jedoch nichts. Meldungen über rassistische Chatgruppen innerhalb der Polizei, auch und insbesondere in Essen, sowie Waffenlager rechtsextremer Bundeswehrsoldaten sind zu einer alltäglichen Normalität geworden. In NRW plant die Landesregierung sogar Verschärfungen des Versammlungsgesetzes, wodurch Aktionen gegen die rassistischen und faschistoiden Auswüchse des Systems weiter kriminalisiert und verhindert werden sollen.

Um uns nicht in die Enge treiben zu lassen, müssen wir aktiv auf der Straße sein und unsere gemeinsamen Kämpfe entschlossen führen. Rassismus und Polizeigewalt wird nicht von selbst verschwinden. Wir müssen unsere Trauer und Wut in Handeln und den Aufbau einer eigenen, antirassistischen und antifaschistischen Seite umwandeln.

Während am 25. Mai in NRW mehrere Aktionen und Demonstrationen zeitgleich stattfinden, haben wir uns dafür entschlossen in unsere direkte Nachbarstadt Essen zu fahren. Die Demonstration dort wird vom „Bündnis 25. Mai“ organisiert und befasst sich noch umfassender mit dem 25. Mai als Aktionstag gegen Rassismus und Polizeigewalt. Denn nicht nur George Floyd wurde vor einem Jahr ermodet, sondern auch die asylsuchende Christy Schwundeck wurde am 19. Mai 2011 von deutschen Polizisten in Frankfurt erschossen. Die Demo steht im Gedenken der beiden rassistischen Morde.

Darüber hinaus wird der 25. Mai seit 1963 als Tag der Befreiung Afrikas gefeiert. 
Den vollständigen Aufruf vom Bündnis findet ihr hier: https://25mai.blackblogs.org/2021/04/08/aufruf

Lasst uns gemeinsam zur Demonstration nach Essen fahren und Schulter an Schulter gegen Rassismus und Faschismus kämpfen! 

++ Treffpunkt Duisburg Hbf Haupteingang/Vorplatz 17 Uhr ++

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Gemeinsam auf die Straße! Gegen rassistische Zwangsräumungen und Verdrängung!

Demonstration: Sonntag, 14. März 2021, um 13 Uhr Pauluskirche/Hochfeld

Was ist passiert?
Am vergangenen Donnerstag (04.03.21) wurden in der Gravelottestraße in Duisburg Hochfeld drei Häuser geräumt. Ohne Vorwarnung wurden die BewohnerInnen, unter ihnen viele Familien, mitten in einer Pandemie aus ihren Wohnungen gezwungen. Bereits kurz darauf, am Sonntag (07.03.21), kam es zu spontanem Protest gegen das Vorgehen der Stadt.

Spontaner Protest
Politisch Aktive – unter anderem Menschen vom OAT und solidarische NachbarInnen im Stadtteil – haben sich mit den betroffenen HochfelderInnen vernetzt und gemeinsam eine Kundgebung an der Pauluskirche organisiert. So wurde ein Raum geschaffen, in dem die von der Räumung betroffenen Menschen und NachbarInnen sich vor Ort vernetzen und austauschen konnten.

Spontane Demo
Die zwangsgeräumten BewohnerInnen haben ihre Forderungen und ihre Wut lautstark an die Öffentlichkeit getragen und die Stimmung auf der Kundgebung wurde zunehmend kämpferischer! Immer mehr Leute aus dem Stadtteil schlossen sich an und die kämpferische Atmosphäre mündete in einer selbstbestimmten Spontandemonstration zu den geräumten Häusern in der Gravelottestraße. Dort forderten sie, zeitnah in ihre Wohnungen zurückkehren zu können und kündigten weiteren Protest an, sollte die Stadt sich weigern, Verantwortung für ihr Vorgehen zu übernehmen. 

Wie geht es weiter?
Lasst uns zusammen diesen Protest unterstützen! Kommt nächsten Sonntag nach Hochfeld, um den Stimmen der Betroffenen weiterhin Nachdruck zu verleihen! Lasst uns diesen Kampf gemeinsam und solidarisch führen! Gegen Vereinzelung und Verdrängung aus dem Stadtteil! Zwangsräumungen stoppen! Sammelunterkünfte auflösen! Keine Profite mit der Miete! Solidarität ist unsere Antwort!

Antifaschistischen Selbstschutz organisieren!

In der Silvesternacht hat ein Mann in Bottrop und Essen gezielt Menschen angefahren und dabei mindestens fünf Personen verletzt. Unter den zum Teil schwer verletzten sind Menschen aus Syrien und Afghanistan. Er hat die klare Absicht gehabt „Ausländer zu töten“, so äußerte sich der NRW Innenminister zum Fall. Gegenüber der Polizei habe der Mann fremdenfeindliche Aussagen bei seiner Festnahme geäußert. Ein 50 Jahre alter Rassist machte also in der Silvesternacht regelrecht Jagt auf Menschen. Die Ermittler gehen derzeit von einem gezielten Anschlag mit einem fremdenfeindlichen Motiv in Bottrop aus. Sie sagen auch, dass es außerdem Hinweise gäbe, dass der Mann psychisch krank sei.

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